Arbeitskreis blinder und sehbehinderter Autoren
| Die ärgste Feindin unserer Dichtung ist die Geschwätzigkeit. (Harald Butterweck) |
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Deutsch:
Größtenteils unbekannte Sprache, die gewöhnlich von Computerherstellern in Form von
übersetztem Englisch mit reduziertem Zeichensatz, merkwürdig geschriebenen Fremd
Wörtern, unmöglichen Zusammen Setzungen und Wort Schöpfungen sowie Er Setzung von dem
Genitiv durch dem Dativ mit Hilfe der Textverarbeitung erzeugt wird.
Seit Oktober 1991 treffen sich halbjährlich die literaturschaffenden blinden und sehbehinderten "BLAutoren" zu gemeinsamer Arbeit. Neben der kritischen Beurteilung mitgebrachter Werke dienen diese verlängerten Wochenenden der Konzeption gemeinsamer Aufgabenstellungen. Das kann die Arbeit an einem bestimmten Thema oder an einer literarischen Gattung sein. Es wurden schon Balladen, Dialoge, Erzählungen, Essays, Fabeln, Haikus, Krimis, Kurzgeschichten, Limericks, Miniaturen, Märchen, Parodien, Perspektivenwechsel, Schüttelreime, Sonette und Szenen geschrieben. Hin und wieder kommen Gastreferenten, wird eine Schreibwerkstatt durchgeführt oder ein Wettbewerb ausgetragen. Da die meisten "BLAutoren" bühnenerfahren sind, ist es eine besondere Freude, wenn vier oder fünf von ihnen sich zusammen tun und am Tagungsort eine öffentliche Lesung ihrer Werke anbieten. Literaturlastig sind in der Regel auch die gemütlichen, abendlichen Runden; allerdings werden dann eher die humoristischen Kisten geöffnet.
In der "Litera", einem etwa zweimonatlich erscheinenden 90-Minuten-Programm (DAISY-MP3-CD) stellen einzelne Autoren Beispiele ihres Schaffens der Gemeinschaft aller BLAutor-Mitglieder vor.
Der Schreibzirkel bietet Raum für alle Arten literarischen Schaffens. Trotz der gemeinsamen Arbeit an definierten Themen oder literarischen Gattungen steht die Individualität des Einzelnen an erster Stelle, denn Autoren sind immer Individualisten und müssen dies auch sein.
Übrigens arbeiten blinde und sehbehinderte Poeten und Schriftsteller auf sehr unterschiedliche Weise. Alle Methoden, mit denen Blindenschrift (auch Brailleschrift oder Punktschrift genannt) geschrieben werden kann, kommen zum Einsatz: also Tafel, Bogenmaschine, Stenostreifenschreiber und elektronische Spezialgeräte. Andere nutzen die Audio-Möglichkeiten von Diktiergeräten oder MP3-Rekordern. Bei den Sehbehinderten sind dicke Filzschreiber, Lupen und Spezialbeleuchtungen auf dem Tisch. Für alle Schreibenden aber werden die neuen Generationen der Laptops, Notebooks und Netbooks immer interessanter, auf denen sich eine hochwertige Sprachsoftware installieren und mit denen sich dadurch effektiv arbeiten lässt.
Buch/Hörbuch: Blinde Schönheit (Herrmann/Hofstetter)
Buch: Aus der Fürsorge in die Selbständigkeit (Zacharias)
Vita und Werke
(Derzeit insgesamt 449 Werke - Stand 15. Februar 2010)
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Butterweck, Harald / Köln
- Floßdorf,
Theo / Bergheim (Rhein-Erft)
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Fuhrmann, Friedemann / Münster
- Gerull, Konrad
/ Bielefeld
- Herrmann, Heike und
Hofstetter, Ulrich / Marburg
- Kersting,
Irene / Fulda
- Korf, Irmgard /
Köln
- Lalas, Doris /
Eichenzell
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Maurenbrecher, Thomas / Berlin/Bielefeld
- Obermann,
Angelika / Berlin
- Pape,
Ines-Kathrin / Fürstenwalde
- Patzschke,
Ursula / Berlin
- Rietz, Dieter /
Pirna (Sachsen)
- Rietz, Sara /
Pirna (Sachsen)
- Rudolph, Elsa /
Kassel
- Schroll,
Nicole / Münster
- Schulz,
Matthias / Lübben
- Thyron,
Heinrich / Dormagen
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Useldinger, Anneliese / Bonn
- Wunsch, Ruth /
Hamburg
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Zacharias, Susanne und Rolf / Hamburg
- Zedlitz,
Helmuth / Berlin
- Ziegler, Karin
/ Wuppertal
Alle Tagungen im Überblick
- Gemeinsame Arbeitsthemen
waren...
- Literarische
Gattungen, die Schwerpunkt waren...
Broschüren mit Tagungsbeiträgen
Der "Joachim-Schnell-Schreibwettbewerb (neun Wörter)"
Reisefotos von Ruth Wunsch / Hamburg