In schlaflosen Stunden
sind Gedanken wie Spinnen,
sie schlüpfen hervor,
sie spannen und weben
aus Kummer und Zweifel,
aus Ängsten und Schwäche
ein quälendes Netz.
Unrettbar gefangen
häng' ich in der Mitte,
ein hilfloses Bündel.
Die Hoffnung entschwunden,
zerrieben mein Wille,
so falle ich endlich
in bleischweren Schlaf.
Erwache im Frühlicht
und höre erleichtert
die Laute des Morgens.
Ich nehm' meinen Alltag
ganz fest in die Hände,
in ihm ist kein Platz mehr
für nächtlichen Spuk.
(c) Ursula Patzschke (Erben) / Berlin
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