Die silbernen Fäden fliegen umher,
man weiß nicht wohin, man weiß nicht woher,
von den Bäumen fällt hin und wieder ein Blatt,
das schon die Farbe des Herbstes hat.
Altweibersommer...
Die Sonne scheint warm, doch sie brennt nicht mehr,
von den gemähten Wiesen her
kommt der Geruch von welkendem Gras,
der Himmel ist durchsichtig blau wie Glas,
Altweibersommer...
Ich sitze am Rain, und die Melancholie
der Landschaft, des Tages erfasst mich wie nie.
Ich genieße den Tag und bin doch nicht froh,
ich bin noch nicht alt, doch ich fühle mich so.
Altweibersommer..
(c) Ursula Patzschke (Erben) / Berlin
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