Blaue Jungs an deiner Krippe,
mitten zwischen Luv und Lee.
Rauhe Jungs von rauher Sippe,
auf unendlich weiter See.
Wellen schaukeln uns und wiegen
dich mein Kind, drum schlafe gut.
Und die gleichen Wellen liegen,
Kameraden uns im Blut.
Refrain:
Nachdenklich versonnen zupft sich der alte Hein den Bart,
dreht sich in den Wind und schnupft, denkt an seine letzte Fahrt:
"Der ist ein Seemann, wie kein zweiter, der übers Wasser geht.
Der ist ein Seemann, wie kein zweiter, vor dem der Sturm sich legt.
Der ist ein Seemann, wie kein zweiter, der übers Wasser geht,
vor dem der Sturm sich legt, vor dem der Sturm sich legt."
Duftet die Kombüse wieder-
mal nach Weihnacht, nach Gebäck.
Singt der Wind die alten Lieder,
fegt von achtern übers Deck,
greift geschickt in meine Pfeife,
leuchtet Glut im Tabakrest.
Doch ich spüre und begreife,
daß er heute sanfter bläst.
Flackert Lichtschein ohne Pause,
tanzt auf einem Kerzendocht.
Ein paar Grüße von zu Hause
holt der Funker uns an Bord.
Sitzen im vertrauten Kreise,
die Gedanken weit und frei.
Kleine Möwe, sei jetzt leise;
Mitternacht ist längst vorbei.
(c) Theo Floßdorf / Bergheim (Rhein-Erft) (GEMA)
zurück zur Seite Weihnachtszeit
zurück zur Seite Theo Floßdorf
zurück zur Seite Vita und Werke
zurück zur Startseite