Widmung: für meine Mutter
ich saß im Garten und freute mich an allem, was mich so umgab. Ich hörte den Rasenmäher
des Nachbarn roch das frisch gemähte Gras und spürte die Sonne, die meinen rücken und
meine Seele wärmte. Eine tiefe Dankbarkeit und Zufriedenheit füllten mich ganz aus. Ich
vergaß all meine Schwirigkeiten, mein Langsamsein, dass mich auf der einen Seite
ärgerte. Doch auf der anderen Seite bot es mir die Möglichkeit, ganz aufmerksam im
Augenblick zu sein und alles zu genießen. Mitten in mein empfundenes Glück hinein rief
meine Mutter von der Tür her: Nina, komm schnell und Zieh Dich an, wir fahren jetzt
zum Wochenmarkt!
wieder daheim vom lärmenden Wochenmarkt angekommen, packten wir sogleich, die
Einkaufstaschen aus. Ich natürlich in meiner eigenen Zeit. Da Sagte meine Mutter:
Mach mal ein bißchen schneller, sonst muss ich Dich gleich noch wecken! In
diesem Augenblick spürte ich den Engel des trostes ganz nah bei mir und er flüsterte
ganz leise:
Nina, sei ganz still. Bleib in Deiner Zeit. Es ist ganz allein Deine Zeit!
Ich lauschte dem behutsamen Klang der Engelsbotschaft.
Plötzlich knallte die Tür, und der Wind streifte mein Haar.
Nina, höre, ich kann Deine sorgenvollen Gedanken einfach aus Deinem Kopf wegpusten,
mit mir nehmen und fort tragen., wenn Du es willst! So sprach er zu mir. Ich
hörte mich lachen, glucksend dann immer lauter und freier.
Warum lachst Du?, Mutter schüttelte verwirrt den Kopf. Weißt Du
Mutter, das war der wind, ich hab ihm grad zugehört, er hat mit mir gesprochen, ja,
wirklich, mit mir gesprochen! Quatsch, der Wind kann überhaupt nicht
sprechen. pack doch endlich weiter aus!"
Mama, auch wenn Dus nicht glaubst, der Wind hat wahrhaftig mit mir gesprochen,
und der Engel, der hat mich auch getröstet.
und darum hab ichs aufgeschrieben.
für Dich und die, die verstehen wollen, wies Menschen geht, die nicht so ganz dazu
gehören.
(c) Nicole Schroll / Münster
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