Wieder einmal will ich meine ebenfalls sehgeschädigte Freundin in K. besuchen. In N.
angekommen, muss ich mich sputen, um den Bus noch zu erreichen. Leider sind, auch zum
Verdruss von uns Sehgeschädigten, Zug und Bus zeitmäßig nicht immer gut aufeinander
abgestimmt.
Nach einiger Zeit höre ich, wie jemand aus der Gaststätte herauskommt, und
darauf die Stimme meiner Freundin, die diesen Mann anspricht.
Sie war von mir unbemerkt dann doch erschienen, um mich abzuholen und hatte den Mann
gefragt, ob der Bus schon durch sei. Ich rufe: "Hallo, ich bin hier im
Buswartehäuschen." Der Bus war zu früh gekommen, und so hat, nur ein paar Meter von
einander entfernt, einer auf den anderen gewartet.
Über diese Begebenheit lachen wir noch immer, wenn wir einmal wieder zusammen sind.
(c) Christa Groth / Finsterwalde
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